Gelenk- und Wirbelsäulen-Zentrum Steglitz
Medizinisches Versorgungs-Zentrum
für Orthopädie, Unfallchirurgie,
Physikalische Medizin und Neurochirurgie

offizielle
 Golf Medical Clinic


Headquarter Berlin
 Gesundes Golfen
der EAGPT

 














 

   

Allgemeines zum Golfsport

Der Golfsport boomt und damit steigt auch die Anzahl der golfspezifischen Sportverletzungen. Alleine in Deutschland stieg die Anzahl der Golfer in den letzten 10 Jahren um das Doppelte an und erfreut sich jährlicher Zuwachsraten von 6 – 10 %. In Deutschland sind insgesamt 400 000 Golfer in Vereinen organisiert. 200 000 Golfer sind aktiv, die nicht im DGV registriert sind. Im Gegensatz zu anderen Sportarten ist der Golfsport nur wenig durch direkte Verletzungen charakterisiert. Es zeigen sich vielmehr muskuläre Dysbalancen als häufigste Ursache von Sportverletzungen und Überlastungsschäden.

Neueste Untersuchungen über zwei Spielzeiten lang an Amateuren und Professionals im Alter von 10 – 80 Jahren über eine Anzahl von ca. 700 Golfspielern zeigten, dass es einen eindeutigen Unterschied zwischen Damen und Herren im Bereich des Verletzungsmusters gibt. Bei Männern sind Verletzungen des Rückens, bei Frauen Verletzungen der Handgelenke am häufigsten. Insgesamt fanden sich bei den golfspezifischen Verletzungen 17,4 % eigenständige Traumen und 82,6 % Überlastungsbeschwerden. Es zeigte sich ein unterschiedliches Verteilungsmuster der Verletzungen im Amateur- und Profibereich.

Wirbelsäule: Amateur 25 - 37 %
Profi 25 – 28 %
 
Handgelenk: Amateur 25 – 30 %
Profi 25 – 37 %
 
Schulter: Amateur 6 – 12 %
Profi 9 – 13 %
 
Ellenbogengelenk: Amateur 6 – 7 %
Profi 11- 33 %

Insgesamt fielen die befragten Golfer wegen der Verletzung durchschnittlich 4 Wochen aus. Die höchsten Ausfallzeiten fanden sich für Verletzungen an der BWS, Ellenbogen und an der LWS.


Sportmedizinische Aspekte

Auf einer 18-Loch-Runde werden im Durchschnitt 6,5 – 10 km zurückgelegt und ca. 1500 Kilokalorien verbraucht. Ein Golfspieler verliert im Schnitt im Turnier 1 kg Körpergewicht. In einer Saison legt ein Golfspieler durchschnittlich 700 km zurück. Während des Turniers werden Frequenzspitzen von 100 – 150 Schlägen/min. erreicht und es findet eine dauerhafte Beanspruchung von ca. 124 der ca. 434 Muskeln des Menschen statt. Die Kreatininkinasewerte steigen um 100 % im Vergleich zum normalen Gehen (bei Caddies nur 10%). Die Lungenfunktion findet sich um 20 % besser als beim Untrainierten. Der Golfsport führt also zu einer Dauerbelastung ohne gefährliche Spitzenbelastung.
 

 

© websitefactory

I   Kieler Str. 1-2, 12163 Berlin, Tel.: 030 / 79 74 27 50, Fax: 030 / 79 74 27 59